absolutes unverstaendnis

wo nazis sind, da rassismus, wo keine nazis da kein rassismus, so lautet wohl die gleichung nach der der und die durschnittliche deutsche „übergriffe“ auf sogenannte „menschen mit migrantischem hintergrund“ beurteilen. wenn sich dann aber bei genau jenen „durchschnittsdeutschen“ der, normalerweise latente, rassismus in einer hatz auf acht als „kanaken“ ausgemachte volksfeinde ganz offen entlädt, dann ensteht für die unglücklichen möchtegern kollektivmitglieder die nicht da waren eine erklärungsnot
in der tat haben sich sog. deutsche seit 1949 nicht ganz leicht getan sich ein konstrukt geimsamer identität zu schaffen, ob nun aus tatsächlicher bestürzung über auschwitz oder aber aufgrund des drucks aus dem ausland, deutscher sein war immer ganz ganz schwierig schwierig.
das allein mit dieser opferhaltung und der gemeinsamen „erkenntnis“, dass einem die gemeinsamkeit „verwehrt wird“, schon die kollektividentität gefunden war, ist die paradoxe lösung des problems. man ist volk weil man kein volk sein darf.
inzwischen ist die „deutsche identität“ zwar um einiges facettenreicher, aber mit wenigen ausnahmen immer noch um ein alibi bemüht.
eines der praktischsten alibis überhaupt bietet sich mit dem „antifaschismus“ den die rot grüne bundesregierung mit dem beginn ihrer legislaturperoide einführte. die eingangs erwähnte formel „wo nazis sind, da rassismus, wo keine nazis da kein rassismus“ bezeichnet nur einen kleinen teil des verfahrens, das grundprinzip besticht durch einfachheit: die wenigen geächteten aspekte deutscher ideologie werden aus dem nationalismus extrapoliert, übrig bleibt der patriotismus der sich als entnazifiziertes endprodukt „tolerant und weltoffen“ präsentiert und dabei gleichzeitig natürlich „natürlich“ und „gesund“ ist. gar nicht erklären kann sich also der und die deutsche mit der schönen neuen identität, wie es sein kann, dass es ganz ohne nazis so was gibt wie die mit dem euphemismus „übergriffe“ bezeichneten attacken des volksmobs in mügeln.

überblick zu blogeinträgen zum thema gibts bei classless

jetzt erst gesehen: heute gabs eine spontane antifa demo in mügeln, die es sogar in die tagesschau geschafft, deren bericht ansonsten aber ziemlich murks ist.


17 Antworten auf „absolutes unverstaendnis“


  1. 1 Morgenthau 21. August 2007 um 21:05 Uhr

    geiles bild im übrigen…

  2. 2 Morgenthau 21. August 2007 um 21:12 Uhr

    am besten ist immer noch die berichterstattung…

    ein nazi/bürgermob von 50 leuten jagt 8 migranten:

    “ aber „unter uns“, die haben die (jäger) bestimmt provoziert, da gab es ja streit und so, “

    „…inzwischen kann ein fremdenfeindlicher hintergrund nicht ausgeschlossen werden…“
    oder noch besser…

    „die nazis waren ja nicht hier aus dem dorf…“

  3. 3 strangeboy 22. August 2007 um 8:36 Uhr

    das bild is echt *lol*

    nicht schlecht der artikel ganz schön krass…

  4. 4 Matthias 22. August 2007 um 19:14 Uhr

    >>das allein mit dieser opferhaltung und der gemeinsamen “erkenntnis”, dass einem die gemeinsamkeit “verwehrt” ist, schon die kollektividentität gefunden war, ist die paradoxe lösung des problems. man ist volk weil man kein volk sein darf.

  5. 5 Matthias 22. August 2007 um 19:14 Uhr

    „das allein mit dieser opferhaltung und der gemeinsamen “erkenntnis”, dass einem die gemeinsamkeit “verwehrt” ist, schon die kollektividentität gefunden war, ist die paradoxe lösung des problems. man ist volk weil man kein volk sein darf.“
    Ist es dann aber nicht auch schon deutsche Identität, wenn man meint, dass man sich als Deutscher nicht mit einem sich über die Nationalität definierenden Kollektiv identifizieren darf: Man ist Deutscher, weil man als Deutscher die historische lehre zieht auf die Identifizierung mit der eigenen Nation zu verzichten.Oder ist das jetzt zu paradox?

  6. 6 Administrator 22. August 2007 um 19:44 Uhr

    da hast du was verdreht. ich wollte eigentlich drauf raus das die gemeinsamkeit die deutsche finden ist, dass sie meinen von „außen“ (den allierten, israel, dem ausland, wemauchimmer) einen deutsche identität verboten kriegen, weil man sie ja sonst für nazis hält. der gedanke man dürfe nicht deutsch sein ist kollektivbildend.

  7. 7 Matthias 22. August 2007 um 19:59 Uhr

    der Gedanke man will nicht deutsch sein doch auch

  8. 8 Administrator 22. August 2007 um 20:05 Uhr

    kommt drauf an wie du „nicht deutsch sein wollen“ verstehst.
    die erkenntniss nicht deutsch zu sein kann auch dazu führen, dass man sich vom kollektiv emanzipiert.

  9. 9 Matthias 22. August 2007 um 20:13 Uhr

    präzisiere…….
    Die Sache ist doch jene, du fuhlst dich aus deiner, dir zwangsweise, durch Geburt auferlegten, Identität als Deutscher dazu verpflichtet, Abstand zu nehmen von einer Identifizierung mit einem sich über Nationalität definierenden Kollektivs, dass macht dich deutsch.
    Die einzige Möglichkeit deiner deutschen Identität zu entfliehen wäre dich dieser Notwendig keit sich als deutscher antinational zu gebärden zu entziehen.
    Deine Kollektivismuskritik greift schlicht zu kurz, Kollektivismus ist nicht nur in Deutschland schädlich.

    [deine comments hingen in der moderationschlange, keine panik]

  10. 10 Administrator 22. August 2007 um 20:43 Uhr

    mh merkwürdige analyse

    wieso kann ich mich nicht aufgrund einer kritik an kollektiven, insbesondere am deutschen, „antinational gebären“?

  11. 11 nicht der matthias 22. August 2007 um 20:55 Uhr

    Naja, da ich sowieso nichts besseres zutun habe:
    präzisiere-- nicht zwangsweise ist keine zufriedenstellende Antwort
    Die Inkonsequenz besteht darin, dass du zwar richtig erkennst, dass die kollektive Trauer darüber nicht Nation sein zu dürfen bereits nationale Identität schafft, du aber nicht erkennst, dass das sich als Deutscher dazu berufen, ja vor dem geschichtlichen Hintergrund verpflichtet(und Pflichtempfinden ist ja an sich schon kollektivistisch) fühlen Abstand zu nehmen davon sich über ein sich durch Nationalität definierendes Kollektiv zu identifizieren ebenfalls eben jene Identität schafft.
    Deine Kollektivismuskritik greift schlicht zu kurz.
    Kollektivismus ist nicht nur in Deutschland gefährlich.

  12. 12 nicht der matthias 22. August 2007 um 21:16 Uhr

    plötzlich sind meine Beitrag wieder da — naja teilweise
    ist vielleicht ein Indikator für dein freiheitsverständnis…zumal nach namens und ip wechsel alles einwandfrei lief
    Tolles Zitat vorallem im Zusammenhang……
    das ist nicht meine Aussage, ich versuche dir nur aufzuzeigen wie schizophren dein Verständnis von nationaler Identität ist: wenn man sich darüber aufregt als deutscher keinen bezug zur eigenen Nationalität haben zu dürfen ist das deutscher sein nicht weniger identitätsstiftend als wenn man sich aus der Tatsache heraus, deutscher zu sein
    kollektiv vom Kollektiv „emanzipiert“.

  13. 13 Administrator 22. August 2007 um 21:30 Uhr

    mh tschuldigung, wenn du willst kann ich deine 4 verschiedenen „test“ postings auch wieder reinstellen. dass ich nicht 24h am pc sitze und kontrolliere ob kommentare im spamfiler landen ist hoffentlich ok für dich.

    deine unterstellung, dass eine antinationale einstellung aus einem deutschen selbstbewusstsein resultiert ist eine ziemlich leere behauptung und mit nichts belegt. auf meine anmerkung, dass eine solche einstellung auf der kritik bestehender verhältnisse basiert reagierst du ja einfach nicht.

  14. 14 nicht der matthias 22. August 2007 um 21:53 Uhr

    >mh tschuldigung, wenn du willst kann ich deine 4 >verschiedenen “test” postings auch wieder reinstellen.
    ja bitte
    >dass ich nicht 24h am pc sitze
    handelte sich wohl eher um eine stunde
    >und kontrolliere ob kommentare im spamfiler landen
    echt du hast nen spamfilter wie funktioniert der?
    durch signalwörter — Viagra , Penisverlängerung , Dating , Online Poker , Porno

    >und zum rest: genau das war meine aussage, die identität >wird dadurch geschaffen, dass man sich seiner nationalität >beraubt fühlt.
    ja, das war deine Aussage, wozu also die Wiederholung?
    aber kann Identität denn nicht auch dadurch entstehen, dass man sich durch die an sich ja fiktive Zugehörigkeit zu einem Kollektiv, namentlich das deutsche Volk dazu genötigt fühlt sich von eben jenem loszusagen, gerade, wenn dies zu einem gesamtgesellschaftlichen Trend wird?
    Was ich sage ist, wenn du kein Deutscher sein willst, was durchaus verständlich ist, dann sei einfach keiner, der beste weg sich von einem Kollektiv zu emanzipieren ist Indifferenz.Eine einseitige Kritik am Kollektivismus nur auf den (deutschen) Nationalismus bezogen hingegen kann allenfalls zu einem Paradigmenwechsel innerhalb eben jenes Kollektivs führen, wobei das Individuum weiterhin unterdrückt bleibt.

  15. 15 Administrator 22. August 2007 um 22:10 Uhr

    „gerade, wenn dies zu einem gesamtgesellschaftlichen Trend wird?“
    das ist ein witz oder?
    ich würde mal behaupten das gegenteil ist der fall.

  16. 16 doch der matthias 22. August 2007 um 22:58 Uhr

    klappt mal wieder nicht richtig mit dem hochladen
    deine unterstellung, dass eine antinationale einstellung aus einem deutschen selbstbewusstsein resultiert ist eine ziemlich leere behauptung und mit nichts belegt.

    Zunächst mal sagte ich, dass Deine antinationale Einstellung aus Deinem deutschen Selbstbewusstsein resultiert, das scheint mir wichtig, schliesslich gibt es auch antinational denkende Menschen ausserhalb Deutschlands.

    Dein Antinationalismus selbst ist der Beleg, dieser bezieht sich nämlich nur auf Deutschland und ist kein genereller Antinationalismus.Jemand der sich von seiner Nationalen Identität emanzipiert hat muss sich nicht über die Gegnerschaft zu eben jener definieren.

    Nebenbei: Antinational ist nicht antikollektivistisch, womit meine Kritik an deiner zu kurz greifenden Kollektvismuskritik bestehen bleibt.Ob das Kollektiv sich nun über seiner Liebe oder über seine Gegnerschaft zur traditionellen deutschen Identität definiert, Fakt ist das Individuum fühlt sich auf Grund der Tatsache, dass es eben in jenes Kollektiv reingeboren wird dazu verpflichtet diese oder jede Meinung zu vertreten.

    auf meine anmerkung, dass eine solche einstellung auf der kritik bestehender verhältnisse basiert reagierst du ja einfach nicht.

    wo hast du denn das gesagt?--es ist übrigens der Diskussion nicht gerade zuträglich, dass du immer deine ursprünglichen kommentare veränderst, anstatt neue zu schreiben

    wundert mich, dass dir das erst jetzt aufgefallen ist– also die passage
    Das war schon mal ein Trend, im Gegensatz zu dir bin ich nicht der Meinung, dass der Druck von aussen groß oder spürbar genug gewesen sei, als dass der deutsche Nachkriegsantinationalismus im großen auf opportunismus zurückzuführen sei.
    Natürlich waren beide, sowohl der von dir beschriebene heuchlerische als auch der ehrlich Antinationalismus Phänomene innerhalb einer Intelektuellen Elite, der durchschnittliche Deutsche hatte da selten wirkliche Bedenken.

  17. 17 Administrator 23. August 2007 um 18:33 Uhr

    „Dein Antinationalismus selbst ist der Beleg, dieser bezieht sich nämlich nur auf Deutschland und ist kein genereller Antinationalismus.Jemand der sich von seiner Nationalen Identität emanzipiert hat muss sich nicht über die Gegnerschaft zu eben jener definieren.“
    in zukunft kommt unter jede analyse deutscher identität die anmerkung, dass jedes zwangskollektiv scheisze ist. zufrieden?

    „der durchschnittliche Deutsche hatte da selten wirkliche Bedenken.“

    dürfte dann ja wohl geklärt sein

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