Archiv für Januar 2009

Who killed Walter Benjamin

Den deutschen Cop in seinem Lauf hält weder…

Wenn bei deutschen Polizisten der latente Antisemitismus mal zu Tage tritt, dann fällt ihnen doch tatsächlich nichts besseres ein, als das mit ordinärem Rassismus zu entschuldigen. Nicht überraschend, aber umso mehr ekelerregend.


Der Sprecher der Duisburger Polizei, Ramon van der Maat, verteidigte das Vorgehen der Polizei und machte den Besitzern der Wohnung den Vorwurf, sie hätten „nur provozieren” wollen. „Bevor mir eine eigentlich friedliche Demonstration entgleitet, muss ich in solchen Fällen handeln”, sagte er der NRZ . Wer die muslimischen Mitbürger kenne, wüsste, dass sie emotional oft schnell in Fahrt gerieten. „Da müssen Sie als Polizeiführer sehr schnell entscheiden, und hier wurde der richtige Weg gewählt.”


Ja, so ist er halt, der Musel an sich.

Nationale Solidarität

Selten ist man sich so einig. Über sämtliche politischen Spektren hinweg bietet der Nahostkonflikt, aktuell sowie im Allgemeinen, staatsfetischiesierten Gutmenschen eine willkommene Gelegenheit ihrem als Antizionismus verbrämten Antisemistismus auszuleben. In Berlin, Hamburg und Frankfurt praktiziert die Linke genau das, was man ihr immer vorwirft aber dann doch nicht so recht glauben möchte, nämlich, dass sie ein antisemitischer Haufen von Arschlöchern ist der nichts im Kopf hat als die bürgerliche Ideologie auf ihren Höhepunkt zu treiben und sich als Bündnispartner dabei die reaktionärsten Anhänger völkischen Denkens überhaupt sucht. Die Linke, und das immer wieder zu beweisen ist das einzige wozu sie in der Lage ist, ist ein Gegenstand der Kritik, ein Feind in der Theorie als auch in der Praxis. Sekundiert werden diese Antisemiten die sich seit dem 2.1 im „Kampf um die Straße“ befinden durch die bürgerliche Presse, die sich beim „Kampf um die Köpfe“ nicht darum verlegen ist auch bereits tausendmal widerlegte Lügen zu drucken. Am auffälligsten tritt die Gleichgültigkeit der deutschen Presse gegenüber eliminatorischem Antisemitismus wohl auf, wenn es zum, ohnehin schon widerlichen, body count kommt, also zum Vergleich der Anzahl toter beider Seiten. Wenn erst in großer Betroffenheit über die hohe Zahl verwundeter und toter Palästinenser auf der einen Seite und dann ohne Kommentar die niedrige Zahl Toter auf der Israelischen Seite berichtet wird, oder wie einige Indymedia-user es anstellen, direkt ein Verhältnis ausgerechnet wird, liegt offen, wo für professionelle und gesinnungslinke Journalisten das Problem liegt, die Zahlen auf der Seite Israels sind zu niedrig.

Auch und gerade deshalb geht es am am 26.1 nach Frankfurt:

Vorankündigung: Anlässlich der aktuellen Situation im Nahen Osten, des Protestes gegen ein geplantes pro-iranisches Manager-Seminar am 26./27.01.09 in Frankfurt und zur Vorstellung der deutschen Stop the bomb-Kampagne wird am 26.01.09, am Vortag des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz, um 16 Uhr eine Kundgebung auf dem Westendplatz und um 19 Uhr eine Podiumsveranstaltung in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt stattfinden!

Aktuelle Infos bei der Prozionistischen Linken