Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Sieg Helau

Wolle´mer´e noilasse – noi, noi, noi, noi!

Ref.
Drei Tage lang besoffen sein, wer nicht mitmacht ist ein Schwein.
Hinter Masken sich verstecken ? Faschingspack,
Tittengrapscher hinter Ecken ? in den gelben Sack.
Und dann glotzt der geile Bock Funkenmariechen untern Rock.
Heuchelei, nicht zu ertragen, Kamelle sollen euch erschlagen.

Konservativ das ganze Jahr, rasten sie aus im Februar.
Die, die sonst die Punks begaffen, machen sich total zum Affen.

Was sonst gilt als asozial, das ist erlaubt beim Karneval.
Breit zu sein, legitimiert, traut man sich voll kostümiert.

Ref

Tage falscher Fröhlichkeit, ein Lachen aufgesetzt,
ich scheiss auf fünfte Jahreszeit, ich hass sie wie die Pest.

Drei Tage sind sie einheitsbreit, das Blut mit Alk versetzt,
ist sie vorbei, die Faschingszeit, kommt das Oktoberfest.

Wolle´mer´e noilasse ? noi, noi, noi,
wolle´mer Narrhallamarsch ? voll fürn Arsch.
Wir wolln keine Faschingsschweine ? noi, noi, noi,
nieder mit dem Faschingspack ? in den Sack.

Mainz bleibt Mainz wie´s stinkt und kackt,
Spiesserkultur als Witz verpackt.

Man sieht den dekadenten Haufen,
lachen, schunkeln, gröhlen, saufen.

Bepisst vor Lachen kann man sie sehn,
über Witzchen, die sie nicht verstehn.

Faschingsschwein, Du hältst die Klappe,
ich piss in Deine Narrenkappe.

Dem Faschoprinz dreifach Helau, wer nicht mitmacht ist ne Sau.

Das dumme Volk beginnt zu toben ? Faschingspack,
den rechten Arm zum Gruss erhoben ? in den gelben Sack.

Das Faschingspack singt seine Lieder,
„Sieg Helau“, so schallt es wieder.

Scheiss auf Narren und die Jecken,
solln sie in der Bütt verrecken.

Bolzen~ Faschingspack
via nada ;)

Further Reading:
Esther Martin in der Prodomo:
Ein Mordsspaß – Anmerkungen zum Rheinischen Karneval Teil 1 Teil 2

Deutsche Traditionen

Das antizionistische bis antisemitische Töne in der deutschen Presselandschaft eher die Regel als die Ausnahme sind hat zuletzt der Krieg im Gaza wiedereinmal, für jeden der es mit der Kritik an eben jenem Antisemitismus ernstmeint, ohne weiteres erkennbar, gezeigt. Das aber eine deutsche Tageszeitung so offen so viele Topoi das primären und sekundären Antisemitismus herrunterbetet, und das ganz ohne auf den „ehrbaren Antisemitismus“ in Form des Antizionismus zurückgreifen zu müssen, der Artikel befasst sich schließlich nicht mit Israel, ist selbst im postnazistischen Alltag Deutschlands eine Erwähnung wert.
Ein Redakteur der Hannoverschen Zeitung erblödete sich tatsächlich, der Kritik von Charlotte Knobloch der Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, an Papst Bendedikt bezüglich dessen Wideraufnahme eines bekannten Holocaustleugners in die Kirche, nicht nur mit dem Ruf nach dem längst gesellschaftlich durchgesetzten „Schlussstrich“ zu erwidern, nein, er will in der Kritik an der Duldung von Holocaustleugnern gleich den Vorwurf einer

„Generalschuld“ eines ganzes Volkes bis in die 3, 4, 5 Generation

erkannt haben. Wenn nun aber ein wahnhafter Schreibtischtäter wie dieser am Werke ist, kann die unschuldig daherkommende Ablehnung der, nie vorgeworfenen und im vorliegenden Fall nicht einmal thematisch erwähnten, Kollektivschuld natürlich noch nicht alles sein.
Also hetzt er munter weiter:

Der in Deutschland aufkeimende Antisemitismus basiert zum größten Teil auf Vorurteilen, die entstehen weil sich einige, wenige Persönlichkeiten immer wieder ins Rampenlicht spielen müssen

Zuerst das übliche Gewäsch, die Juden seien selbst Schuld am Antisemitismus, das wusste und weiß noch jeder Antisemit zu berichten, schließlich Verhielten sie sich falsch, soll heißen dem Bild das der Antisemit vom Juden hat entsprechend. Was für den Redakteur falsches Verhalten ist, ist die Kritik, die wiederholte Kritik an Holocaustleugnung und ähnlichen Ausfällen von christlichen oder nationalistischen Judenfeinden.
Folgerichtig, wenn die Juden den Antisemitismus versursachen, ist ebenjener eine vollkommene Unmöglichkeit in Deutschland:

Das sollte uns doch klar vor Augen führen, in Deutschland keine es keine Basis für einen fundierten Antisemitismus, einfach weil die wenigsten Einwohner positive oder negative Erfahrungen in ihrem persönlichen Umfeld machen konnten.

Die Behauptung es gäbe einen fundierten Antisemitismus, die für sich alleine schon das Bekenntnis des Verfassers ist, Antisemit zu sein, aber eben aus Mangel an Juden in Deutschland nicht hier, dient dem dem Verteidiger des Mordkollektivs von 1939-1945 und deren ideologischen Nachfolgern als billiger Versuch der Verschleierung der Tatsache, dass er selber schon mitten drin ist, in der antisemitischen Projektion.

Nachtrag: Anti hat den Artikel aus dem Cache gefischt und dort taucht noch ein Absatz auf der bei der momentanen Onlineversion offensichtlich entfernt wurde, aber ein durchaus passendes Ende bietet:

Stellen sie sich einmal vor das wir uns den ganzen Tag überlegt haben, ob wir diesen Bericht schreiben können, oder ob wir damit in eine antisemitistische Ecke gedrückt werden, in der wir uns als Journalisten nicht sehen. Und das obwohl wir in einem Land leben in dem schon mit Blick auf die Geschichte jeder das Recht haben sollte, seine Meinung frei zu sagen.

Antisemitische Pamphlete nicht trotz, sondern wegen der „deutschen Geschichte“ abdrucken, so macht das ein wahrer Aufarbeitungsweltmeister.

artikel via

Who killed Walter Benjamin

Den deutschen Cop in seinem Lauf hält weder…

Wenn bei deutschen Polizisten der latente Antisemitismus mal zu Tage tritt, dann fällt ihnen doch tatsächlich nichts besseres ein, als das mit ordinärem Rassismus zu entschuldigen. Nicht überraschend, aber umso mehr ekelerregend.


Der Sprecher der Duisburger Polizei, Ramon van der Maat, verteidigte das Vorgehen der Polizei und machte den Besitzern der Wohnung den Vorwurf, sie hätten „nur provozieren” wollen. „Bevor mir eine eigentlich friedliche Demonstration entgleitet, muss ich in solchen Fällen handeln”, sagte er der NRZ . Wer die muslimischen Mitbürger kenne, wüsste, dass sie emotional oft schnell in Fahrt gerieten. „Da müssen Sie als Polizeiführer sehr schnell entscheiden, und hier wurde der richtige Weg gewählt.”


Ja, so ist er halt, der Musel an sich.

Nationale Solidarität

Selten ist man sich so einig. Über sämtliche politischen Spektren hinweg bietet der Nahostkonflikt, aktuell sowie im Allgemeinen, staatsfetischiesierten Gutmenschen eine willkommene Gelegenheit ihrem als Antizionismus verbrämten Antisemistismus auszuleben. In Berlin, Hamburg und Frankfurt praktiziert die Linke genau das, was man ihr immer vorwirft aber dann doch nicht so recht glauben möchte, nämlich, dass sie ein antisemitischer Haufen von Arschlöchern ist der nichts im Kopf hat als die bürgerliche Ideologie auf ihren Höhepunkt zu treiben und sich als Bündnispartner dabei die reaktionärsten Anhänger völkischen Denkens überhaupt sucht. Die Linke, und das immer wieder zu beweisen ist das einzige wozu sie in der Lage ist, ist ein Gegenstand der Kritik, ein Feind in der Theorie als auch in der Praxis. Sekundiert werden diese Antisemiten die sich seit dem 2.1 im „Kampf um die Straße“ befinden durch die bürgerliche Presse, die sich beim „Kampf um die Köpfe“ nicht darum verlegen ist auch bereits tausendmal widerlegte Lügen zu drucken. Am auffälligsten tritt die Gleichgültigkeit der deutschen Presse gegenüber eliminatorischem Antisemitismus wohl auf, wenn es zum, ohnehin schon widerlichen, body count kommt, also zum Vergleich der Anzahl toter beider Seiten. Wenn erst in großer Betroffenheit über die hohe Zahl verwundeter und toter Palästinenser auf der einen Seite und dann ohne Kommentar die niedrige Zahl Toter auf der Israelischen Seite berichtet wird, oder wie einige Indymedia-user es anstellen, direkt ein Verhältnis ausgerechnet wird, liegt offen, wo für professionelle und gesinnungslinke Journalisten das Problem liegt, die Zahlen auf der Seite Israels sind zu niedrig.

Auch und gerade deshalb geht es am am 26.1 nach Frankfurt:

Vorankündigung: Anlässlich der aktuellen Situation im Nahen Osten, des Protestes gegen ein geplantes pro-iranisches Manager-Seminar am 26./27.01.09 in Frankfurt und zur Vorstellung der deutschen Stop the bomb-Kampagne wird am 26.01.09, am Vortag des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz, um 16 Uhr eine Kundgebung auf dem Westendplatz und um 19 Uhr eine Podiumsveranstaltung in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt stattfinden!

Aktuelle Infos bei der Prozionistischen Linken