Wenn bei deutschen Polizisten der latente Antisemitismus mal zu Tage tritt, dann fällt ihnen doch tatsächlich nichts besseres ein, als das mit ordinärem Rassismus zu entschuldigen. Nicht überraschend, aber umso mehr ekelerregend.
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Selten ist man sich so einig. Über sämtliche politischen Spektren hinweg bietet der Nahostkonflikt, aktuell sowie im Allgemeinen, staatsfetischiesierten Gutmenschen eine willkommene Gelegenheit ihrem als Antizionismus verbrämten Antisemistismus auszuleben. In Berlin, Hamburg und Frankfurt praktiziert die Linke genau das, was man ihr immer vorwirft aber dann doch nicht so recht glauben möchte, nämlich, dass sie ein antisemitischer Haufen von Arschlöchern ist der nichts im Kopf hat als die bürgerliche Ideologie auf ihren Höhepunkt zu treiben und sich als Bündnispartner dabei die reaktionärsten Anhänger völkischen Denkens überhaupt sucht. Die Linke, und das immer wieder zu beweisen ist das einzige wozu sie in der Lage ist, ist ein Gegenstand der Kritik, ein Feind in der Theorie als auch in der Praxis. Sekundiert werden diese Antisemiten die sich seit dem 2.1 im „Kampf um die Straße“ befinden durch die bürgerliche Presse, die sich beim „Kampf um die Köpfe“ nicht darum verlegen ist auch bereits tausendmal widerlegte Lügen zu drucken. Am auffälligsten tritt die Gleichgültigkeit der deutschen Presse gegenüber eliminatorischem Antisemitismus wohl auf, wenn es zum, ohnehin schon widerlichen, body count kommt, also zum Vergleich der Anzahl toter beider Seiten. Wenn erst in großer Betroffenheit über die hohe Zahl verwundeter und toter Palästinenser auf der einen Seite und dann ohne Kommentar die niedrige Zahl Toter auf der Israelischen Seite berichtet wird, oder wie einige Indymedia-user es anstellen, direkt ein Verhältnis ausgerechnet wird, liegt offen, wo für professionelle und gesinnungslinke Journalisten das Problem liegt, die Zahlen auf der Seite Israels sind zu niedrig.
Auch und gerade deshalb geht es am am 26.1 nach Frankfurt:
Vorankündigung: Anlässlich der aktuellen Situation im Nahen Osten, des Protestes gegen ein geplantes pro-iranisches Manager-Seminar am 26./27.01.09 in Frankfurt und zur Vorstellung der deutschen Stop the bomb-Kampagne wird am 26.01.09, am Vortag des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz, um 16 Uhr eine Kundgebung auf dem Westendplatz und um 19 Uhr eine Podiumsveranstaltung in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt stattfinden!
Aktuelle Infos bei der Prozionistischen Linken
Antifa?
Ich bevorzuge Personenkraftfahrzeuge!
Der Weihnachtsmann. Kein noch so widerliches Detail über diese kapitalistische Kunstfigur ist noch nicht bekannt. Er verdirbt anständigen Menschen Jahr um Jahr das Weihnachtsfest mit Stress Hektik und Konsumterror, lässt keinen Platz für ein wenig Besinnlichkeit und ruhiges Beisammensein mit der Familie. Doch keine Angst, jeder der keinen Bock mehr auf so wenig festliche Feiertage hat, der wende sich vertrauensvoll an Väterchen Frost. Der sympathische Alkoholiker aus der Atomtest verseuchten Taiga Russlands bekämpft tapfer alle Auswüchse der durchkapitalisierten Welt, stolz und aufrecht in der Tradition von Genosse Stalin. Unterstützt würd er dabei von seiner Enkelin Snegurotschka („Schneeflöckchen“), deren Verhörstil unter den Agenten des Kapitals ebenso bekannt wie gefürchtet ist.
Ich wünsche den beiden auf ihrer Mission viel Glück, auf das diesen Winter statt Glöckchen und „HoHoHo“ der schwere Tritt von Väterchen Frost und seinen Komissaren in den Straßen zu hören sein wird.
vllt. sollte ich auch mehr davon drinken, vllt. klappt mir dann die metarmorphose vom dummbrotantideutschen zum gegenstandpunktler so gut wie kaputt oder aftershow…
Meint schildkroete im Blog von diffi zum Thema Bionade. Na denn Prost oder besser Le Chaim.
PS: Das Abo ist natürlich schon bestellt.
Das Bündnis zur argumentativen Rechfertigung von Krawalltourismus hat neuen Zuwachs!

Die Welt steht Kopf, zumindest wohl die der deutschen Nazis. Seit im Internet der Blog „Nationale Sozialisten für Israel“ die Runde macht ist auf Altermedia und auch im linken Bloggersumpf das große Raten angesagt, Fake oder nicht, Israel ja oder nein und am wichtigsten die bedeutendste Frage antifaschistischer Widerständler: wer sind jetzt überhaupt Nazis, Antideutsche oder Antiimps oder am Ende doch der ganze Haufen von NPD bis Israelsolidarischen AN’s?
Die üblichen Verdächtigen springen vor Freude fast im Kreis ob der sich endlich bietenden Gelegenheit die, ihrerseits oft auf Gleichsetzung mit Nazis verkürzte, Kritik der Antideutschen an linken propalästinensischen Positionen umgekehrt zu reproduzieren.
So heißt es in Wendys Kommentarspalte: „vielleicht hast du recht & für die antifaschistischen anti-ds wäre es es ein kathartisches erlebnis, wenn sie auf ihrem nächstem israeltag mit disen komischen nasofi um die größte fahne konkurieren… “ und bei Elser noch einmal deutlicher:“Begreif doch mal das es vollkommen unerheblich ist ob das Autonome Nationalisten oder Linke waren, die sich ein Spass erlaubt haben.
In deren Statements und Texte zeigen sich deutliche Anknüpfungspunkte für Antideutsche. Schau dir mal die Altermedia Kommentare an , die Hälfte davon geben neuerdings ne positive Resonanz zu Isreal ab. Da ist es scheißegal ob das ein Fake ist.“
Wo sonst bei der Erwähnung der, nun immerhin schon über 70 Jahre andauernden, Unterstützung antisemitischer Mordkollektive durch deutsche Nazis die Ausrede benutzt wird, dass sich ja der Grund zum, szeneadäquat gerne als „Solidarität“ bezeichneten, Bekenntnis zum organisierten Judenmord völlig von dem der Nazis unterscheide und man eben diesen zu untersuchen habe und überhaupt, Nazis sich nur linker Rhetorik bedienen und das Auftreten kopieren um die ach so unschuldige Jugend zu verführen, wird jetzt auf peinlichste Weise der Moment gefeiert in dem man auch endlich mal den beliebten Nazivergleich benutzen kann um sich nicht mit Argumenten auseinandersetzen zu müssen.
Dass Antideutsche Israel tatsächlich aus ethnopluralistischer Erwägung heraus unterstützen ist höchstens der Wunschtraum einiger frustrierter Palästinafreunde, die aber, wie für Denunzianten üblich, jegliche Belege für ihre Thesen schuldig bleiben. Merkwürdig nur, warum das jetzt alles so neu und aufregend erscheint, hat Politically Incorrect schon jahrelang vorexerziert wie man rechten Philosemitismus in Deutschland zu betreiben hat und wie schnell ebenjener, bei PI vor allem in den Kommentaren feststellbar, in handfesten Antisemitismus umschlagen kann.
Die Gesellschaft des Wirtschaftswunders, die Volksfront der Tümmerfrauen und Neckarmänner bestaunte die Aufbauleistung Israels und lobte sich selbst darin über den grünen Klee. Denn langsam begann es den Deutschen zu dämmern, daß sie sich in Sachen ‚Jude‘ gründlich verrechnet hatten, daß die Gewinne aus der ‚Arisierung‘ die Kosten aus der ‚Niederlage‘ nicht wettmachten, daß der ‚Sieg‘ über die europäischen Juden noch lange nicht den Siegfrieden der Alliierten gebracht hatte und daß der Führer zwar bis 1938 ein Staatsmann wie nur Bismarck war, aber danach wohl den Verstand verlor und zum Dämon entartete. Die Fusionierung dieses von Wolfgang Fritz Haug als „hilfloser Antifaschismus“ gründlich mißverstandenen Phänomens (Haug 1972) mit philosemitisch artikuliertem Antisemitismus projezierte auf Israel das endlich verwirklichte Ideal einer wehrhaften und bienenfleißigen Volksgemeinschaft, die sich in einem Meer von Feinden gegen kulturlose Barbaren und kommunistische Agenten zu behaupten verstand – eine völkische Halluzination, die die „linken“ Antizionisten mit der Gleichung „Zionismus=Faschismus“ kurzentschlossen umdrehen und den Juden so als Nachteil vorrechnen, was den Eltern nach 1945 als deren Vorzug galt
ISF 2002
PS: Wen dieser langweilige Mist näher interessiert, im*moment*vorbei und hotactionnews haben jeweils eine Übersicht zu bisher geführten Diskussionen und erschienen Blogeinträgen. Bikepunk schreibt zur Reaktion in der Naziszene.


